Der Ford Ka ist ein Pkw-Modell des Automobilherstellers Ford.
Der Wagen hatte seine Markteinführung am 11. September 1996 und war einer der ersten Vertreter der Kleinstwagen-Klasse. Der Produktionszeitraum der optisch sehr auffälligen ersten Modellgeneration betrug ungewöhnlich lange zwölf Jahre.
Auf der Mondial de l’Automobile stellte Ford Anfang Oktober 2008 die zweite Modellgeneration vor, die gemeinsam mit dem italienischen Automobilhersteller Fiat entwickelt wurde. Die Markteinführung in Deutschland war am 14. Februar 2009.
Ka (1996–2008)
Erste Generation (Typ RBT)
Ford Ka (1996–2008)
Produktionszeitraum: 09/1996–08/2008
Motoren: Ottomotoren:
1,3 Liter
(37–51 kW)
1,6 Liter
(70 kW)
Länge: 3620 mm
Breite: 1631 mm
Höhe: 1385–1413 mm
Radstand: 2448 mm
Leergewicht: 946–1020 kg
Allgemeines Als günstiger Zweitwagen für die Stadt gedacht, verteidigte der Ka die Marktanteile, die sich Ford in den 1980er-Jahren mit den Modellen Escort und Fiesta im europäischen Kleinwagensektor erarbeitet hatte. Obwohl er deutlich kleiner als ein Fiesta war, handelte es sich bei dem Dreitürer um einen vollwertigen Viersitzer. Außerhalb von Europa war er von 1997 bis 2007 in Mittel- und Südamerika, der Türkei sowie von 1999 bis 2006 in Japan[3] erhältlich. Von 1999 bis 2002 wurde er darüber hinaus in Australien angeboten.[4][5]
Die Produktion der europäischen Modelle fand in Almussafes bei Valencia (Spanien) statt. 2002 lief dort das einmillionste Fahrzeug vom Band[6], insgesamt wurden rund 1,5 Millionen Exemplare verkauft.[7] Die Fahrzeuge für den süd- und mittelamerikanischen Markt kamen aus dem Werk São Bernardo (Brasilien).
Namensherkunft [Bearbeiten]
Der Ursprung des Namens liegt in einem Bestandteil der altägyptischen Seelenvorstellung, wo Ka der Teil einer Seele war, der die Lebenskraft spendet. Noch heute ist im Ägyptischen Ka als Bezeichnung für die menschliche Seele üblich. Dies nahm Ford bei der Markteinführung zum Anlass, mit dem Slogan „Auto mit Seele“ für den optisch auffälligen Wagen zu werben.
Die weit verbreitete Annahme, der Name entspringe einer alternativen, nicht-rhotischen Schreibweise des englischen Wortes für Automobil, car, ist nicht korrekt.
Design [Bearbeiten]
Mit dem Ka führte der damalige Ford-Designchef Claude Lobo das anfänglich umstrittene New-Edge-Design ein, eine Kombination von gewölbten Flächen und kantigen Details. 1994 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt, errang der Wagen weltweit zahlreiche Auszeichnungen. 1995 präsentierte Ford auf der North American International Auto Show in Detroit den Prototyp des vom New-Edge-Design geprägten Supersportwagen GT90. Nach der Markteinführung des Ka erschienen mit der neuen Generation des Mondeo und den Modellen Puma, Cougar, Galaxy und Focus weitere Fahrzeuge dieser Designlinie.
1999 entwarf Luigi Colani ein aerodynamisch optimiertes Redesign des Ka, das daraufhin in einer Kleinserie von 200 Exemplaren in Produktion ging.
Technik
Der Ka baute technisch auf dem Ford Fiesta ’96 auf und teilte sich mit diesem die Bodengruppe. Daher gab es viele Gemeinsamkeiten zwischen den Fahrzeugen, sie waren beide frontgetrieben und verfügten über dieselbe Motorisierung. Darüber hinaus hatten sie die gleichen vorderen Einzelradaufhängungen mit McPherson-Federbeinen und Verbundlenker-Hinterachsen. Ebenfalls identisch war die Bremsanlage, massive Scheibenbremsen vorne und Trommelbremsen hinten.
Motorisiert war der Ka zunächst ausschließlich mit einem 1,3-Liter-Endura-E-Motor, wahlweise mit 37 kW oder 44 kW. Dieser Vierzylinder-OHV-Motor, ebenfalls in Valencia produziert, basierte auf dem gleichen Motor, der schon den ersten Ford Fiesta antrieb. Da die untenliegende Nockenwelle durch eine Steuerkette angetrieben wurde, waren die Wartungskosten niedriger als bei einem Nockenwellenantrieb mit Zahnriemen, der in regelmäßigen Abständen ersetzt werden muss. Die beiden Motorvarianten waren zwar bis auf die Drosselklappe identisch, die 37-kW-Version verfügte jedoch nicht über die bei der 44-kW-Variante serienmäßige Servolenkung und wurde im Oktober 1999 aus dem Programm genommen.
Ende 2002 wurde dieser Motor durch einen Vierzylinder-Duratec-Motor ersetzt, der im südafrikanischen Ford-Werk in Port Elizabeth produziert wurde. Auch dieses Aggregat bestand aus einem bewährten Grauguss-Zylinderblock und verfügte über eine mit Steuerkette angetriebene Nockenwelle. Aber entgegen der Konstruktion des Endura-E war diese obenliegend angeordnet. Darüber hinaus verfügte der Duratec über einen modernen Aluminiumzylinderkopf, Hydrostößel und Rollenschlepphebel, wodurch das regelmäßige Einstellen des Ventilspiels entfiel.
Außerdem erreichte er die Abgasnorm Euro 4. Es gab diesen Motor ebenfalls mit 1,3 Litern Hubraum, wahlweise mit 44 kW und 51 kW sowie in einer 70 kW starken 1,6-Liter-Version, die jedoch dem SportKa vorbehalten war. Anders als beim Endura-E war für den Leistungsunterschied der beiden 1,3-Liter-Varianten ein anderes Motorsteuergerät verantwortlich.
Die Kraftübertragung erfolgte über eine hydraulisch betätigte Kupplung und ein Fünf-Gang-Schaltgetriebe. Dieses war bei Fahrzeugen mit Klimaanlage kürzer übersetzt, um eine ähnlich schnelle Beschleunigung bei eingeschalteter Klimaanlage zu erreichen. Dies wirkte sich jedoch negativ auf den Kraftstoffverbrauch aus, er lag auf 100 Kilometern um bis zu 0,2 Liter höher als bei Fahrzeugen ohne Klimaanlage.
In Südamerika war der Ka schon bei seiner Markteinführung mit einem 1,0-Liter-Endura-E-Motor erhältlich, da hier Fahrzeuge mit maximal einem Liter Hubraum steuerbegünstigt sind. Dieser Motor lieferte 39 kW und wurde 2000 von einem 1,0-Liter-Duratec-Turbomotor mit 48 kW abgelöst. Ab 2001 war der Ka als sogenannter Ka XR, ähnlich wie der SportKa hier, mit dem 1,6-Liter-Motor erhältlich. Der Motor wurde in Südamerika jedoch nicht als Duratec, sondern unter der Bezeichnung Zetec-RoCam vertrieben.
Der Ka war eines der ersten Großserienfahrzeuge, das serienmäßig mit Klarglasscheinwerfern ausgestattet wurde.
Motorisierungen [Bearbeiten]
Benziner
Bezeichnung Hubraum Zylinder Bohrung x Hub Leistung Max. Drehmoment Kraftstoffverbrauch Bauzeit
Endura-E (HCS) 999 cm³ R4 (8V) 39 kW (53 PS) 76 Nm bei 3000/min 6,5 Liter/100 km 1997–1999
Endura-E (HCS) 1299 cm³ R4 (8V) 73,96 x 75,48 mm 37 kW (50 PS) 97 Nm bei 2000/min 5,9 Liter/100 km 1996–1999 ohne Servolenkung
Endura-E (HCS) 1299 cm³ R4 (8V) 73,96 x 75,48 mm 44 kW (60 PS) 105 Nm bei 2500/min 6,3 Liter/100 km 1996–2002
Duratec (RoCam) 999 cm³ R4 (8V) 48 kW (65 PS) 87 Nm bei 3250/min 7,1 Liter/100 km 2000–2007 Turbomotor, nur in Südamerika
Duratec (RoCam) 1299 cm³ R4 (8V) 73,96 x 75,48 mm 44 kW (60 PS) 99 Nm bei 2500/min 5,9 Liter/100 km 2002–2008
Duratec (RoCam) 1299 cm³ R4 (8V) 73,96 x 75,48 mm 51 kW (69 PS) 106 Nm bei 3000/min 5,9 Liter/100 km 2002–2008
Duratec (RoCam) 1599 cm³ R4 (8V) 82,7 x 75,48 mm 70 kW (95 PS) 135 Nm bei 4250/min 7,6 Liter/100 km 2003–2008 Sportka
Modellpflege
Bedingt durch die lange Bauzeit wurden dem Ka mehrere kleinere Facelifts zuteil. Allerdings griffen diese nicht nennenswert in die äußere Erscheinung des Modells ein, sondern waren hauptsächlich auf technische Änderungen beschränkt.
November 1998: Der Ka wurde mit einer anderen Hinterachse mit geänderten Stoßdämpferaufnahmen (Auge statt Gabel) gebaut. Darüber hinaus änderte sich die Position der Spritzdüsen, sie wurden vom Windlauf auf die Motorhaube versetzt.
Februar 1999: Die Fahrzeuge verfügten jetzt serienmäßig über eine dritte Bremsleuchte. Außerdem unterschied sich die Form von Antennenfuß und Heckklappengriff, dieser wurde kleiner. In den Ablagefächern der Türverkleidungen waren Becherhalter eingebaut, der Schalter für die Warnblinkanlage wurde verlegt, statt am Radio war er nun am Lenkrad zu finden. Auf Wunsch waren die Stoßfänger jetzt in Wagenfarbe lackiert erhältlich.
März 2000: Der Ka wurde mit bequemeren Sitzen angeboten, die in Deutschland serienmäßig mit Seitenairbags ausgestattet waren. Der Fahrersitz verfügte über eine manuelle Höhenverstellung, auf der Rücksitzbank gab es jetzt Kopfstützen. Des Weiteren wurden die hinteren Fahrwerksfedern geändert, sie waren seitdem deutlich schmaler als zuvor. Der Ka verfügte nun über innenbelüftete Bremsscheiben an der Vorderachse, außerdem wurde die Anordnung der Flüssigkeitsbehälter im Motorraum verändert.
Oktober 2002: Die Motorisierung des Ka wurde auf Duratec-Motoren umgestellt, darüber hinaus gab es ein neues Kombiinstrument, das nicht mehr über eine Tachowelle funktionierte, sondern elektronisch. Teilweise gab es hier serienmäßig einen Drehzahlmesser. Den Beifahrerairbag gab es jetzt auf Wunsch deaktivierbar. Der Ka bekam andere Radzierblenden, außerdem wurden die vorderen Bremsleitungen verändert.
Januar 2005: Die auffälligste optische Überarbeitung war ein anderes Armaturenbrett mit „klassischem“ Handschuhfach. Es gab neue elektronische Funktionen, zum Beispiel ein frei programmierbares Scheibenwischerintervall. Schaltknauf und Schaltsack bestanden aus einer Einheit und waren gesteckt statt geschraubt.
Südamerikanischer Ford Ka, Facelift-Variante von 2005
Sonstige Aufwertungen: Im Gegensatz zu diesen äußerlich nicht erkennbaren Änderungen wurde der Ka in Südamerika 2003 völlig überarbeitet, auffälligstes Merkmal sind hier die Stoßfänger und die Heckleuchten.
Sicherheit
Der Ka verfügte seit seiner Markteinführung in Deutschland serienmäßig über einen Fahrerairbag, bis Oktober 1997 war ein Beifahrerairbag aufpreispflichtig. Vierkanal-Antiblockiersystem war ab Januar 1997 ebenfalls gegen 560 DM Aufpreis verfügbar, darüber hinaus bei einigen Sondermodellen serienmäßig eingebaut.
Seit 2000 gab es den Ka mit innenbelüfteten Bremsscheiben an der Vorderachse. Dazu gab es in Deutschland mehr Sicherheit durch serienmäßige Seitenairbags, die in Österreich und anderen europäischen Ländern nur gegen Aufpreis erhältlich waren. Seit 2005 war Antiblockiersystem europaweit serienmäßig. Elektronisches Stabilitätsprogramm war beim Ka jedoch nicht erhältlich.
Bei dem vom ADAC im Oktober 2000 durchgeführten Euro-NCAP-Crashtest erreichte der Ka lediglich drei von fünf Sternen. Allerdings wurde hier die Europa-Version ohne Beifahrer- und Seitenairbag getestet.[8]
Schwachstellen
Korrosionsschäden vor der A-Säule
Es gab eine Reihe von Problemen, die beim Ka immer wieder auftraten. Hierzu gehörte vor allem Rost im Bereich des Tankdeckels, an den Einstiegsleisten (unter der Türdichtung), der Heckklappe, an den Schwellern und unter dem vorderen und hinteren Stoßfänger.[9] Dies betraf auffällig oft Fahrzeuge neuerer Baujahre. Außerdem gab es, genau wie bei Fiesta und Escort, häufiger Probleme mit den Türschlössern. Kabelbrüche im Türschlauch sorgten des Öfteren für Defekte bei der Zentralverriegelung, den elektrischen Fensterhebern oder den Lautsprechern. Gelegentlich kam es zu schadhaften Gebläsewiderständen, in diesem Fall funktionierte das Gebläse nur noch auf höchster Stufe. Ähnlich wie beim Fiesta war beim Ka der Lenkstockschalter anfällig für Defekte. In den meisten Fällen war hier jedoch nur eine einzige Funktion des Schalters betroffen, beispielsweise die Warnblinkanlage oder der Heckscheibenwischer.
Bei Fahrzeugen mit Endura-E-Motor kam es oft zu Problemen mit dem Drosselklappen-Potentiometer und dem Leerlaufregelventil, was sich durch unkontrolliertes Hochdrehen oder Absterben des Motors beim Auskuppeln äußert. Des Weiteren kam es bei Fahrzeugen aus den Jahren 1996 und 1997 durch Materialfehler zu eingelaufenen Nockenwellen, spätere Baujahre waren nicht betroffen. Fahrzeuge mit Duratec-Motor hatten gelegentlich Störungen des Motormanagements, Hauptursache waren defekte Lambdasonden. Als Spätfolge resultierte hieraus in seltenen Fällen ein defekter Katalysator. Darüber hinaus kam es häufiger zu Defekten bei Zündspule und Lichtmaschine.
Bei Fahrzeugen mit Klimaanlage kam es durch einen verstopften Abflussschlauch gelegentlich zur Ansammlung von Kondenswasser im Beifahrerfußraum.
Im Jahr 2008 belegte der Ford Ka in der ADAC Pannenstatistik den 32. und damit letzten Platz in der Kategorie „Kleine Klasse / Kleinstwagen“[10], häufigste Pannenursache waren hierbei Schäden an den Zündkabeln durch Marderbisse.
Sondermodelle
Der Ka war neben der normalen Ausstattungsvariante in Deutschland in folgenden Sondereditionen erhältlich:
Sondermodell-Liste Deutschland
Modell Baujahr Besonderheiten
Blueline 1998 Audiosystem 6000, Leichtmetallfelgen, blaue Uhrumrandung, blaue Tachoscheiben, blauer Schaltknauf
Capri 2002 Elektrisches Faltdach, Leichtmetallfelgen
Colani 1999 Spezielle Front- und Heckschürze, großer Dachspoiler, Außenspiegelverkleidungen, Tieferlegung, Schmidt-TH-Line-Leichtmetallfelgen 8,5Jx14H2 ET12 mit 225/40R14-Reifen vorne und 9,5Jx14H2 ET12 mit 255/35R14-Reifen hinten
Collection 1998 Lackierte Stoßfänger, Lederlenkrad, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, elektrische Heckklappenentriegelung, Einstiegsleisten, farbiger Schaltknauf
Color 1999–2000 Lackierte Stoßfänger, farbige Uhrumrandung, farbiger Schaltknauf
Colour Line 2003–2004 51-kW-Motor, Drehzahlmesser, Antiblockiersystem, lackierte Stoßfänger, lackierte Außenspiegel, Ledersitze und Lederlenkrad (blau, grün oder orange), Klimaanlage, Audiosystem 6000, Leichtmetallfelgen, verchromte Auspuffblende, B-Säulen-Dekor, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber, elektr. Heckklappenentriegelung, Kofferraumverkleidung, Sonderlackierung
D2 CallYa 1999 Ledersitze (schwarz), Handy, Freisprecheinrichtung, B-Säulen-Dekor, Sonderlackierung (British Gas Light Blue)
Finesse 2001–2003 Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, Leichtmetallfelgen
First Edition 1996–1997 Klimaanlage, Lederlenkrad, Audiosystem 6000, verchromte Einstiegsleisten, B-Säulen-Dekor, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, Leichtmetallfelgen
Fun X 2006–2007 Klimaanlage, Drehzahlmesser, Audiosystem 2050, verchromte Einstiegsleisten
Futura I 2000 lackierte Stoßfänger, Klimaanlage, Velours-Fußmatten mit KA-Logo, farbiger Schaltknauf, farbige Uhrumrandung und spezielle Sitzpolster, B-Säulen-Dekor, verchromte Einstiegsleisten, Leichtmetallfelgen
Futura II 2001–2004 lackierte Stoßfänger, lackierte Außenspiegel, Klimaanlage, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, Velours-Fußmatten mit KA-Logo, farbiger Schaltknauf, farbige Uhrumrandung und spezielle Sitzpolster, B-Säulen-Dekor, Verchromte Einstiegsleisten, Leichtmetallfelgen – ab 2003: 51-kW-Motor, Drehzahlmesser, Antiblockiersystem, elektrische Heckklappenentriegelung
K2 1998 Klimaanlage, Audiosystem 6000, Leichtmetallfelgen, Dachspoiler, Auspuffblende, B-Säulen-Dekor, Einstiegsleisten mit K2-Logo, gelbe Tachoscheiben, gelber Uhrumrandung, gelber Schaltknauf und gelber Handbremsgriff, Gutschein für Inline-Skates
K2 Snow 1998–1999 Klimaanlage, Audiosystem 6000, Leichtmetallfelgen, Dachspoiler, Auspuffblende, B-Säulen-Dekor, Einstiegsleisten mit K2-Logo, blauer Schaltknauf und blauer Handbremsgriff, Snowboard, Sonderlackierung (Amalfi Blau Metallic)
Ka-ribik 2001–2002 elektrisches Faltdach
Kool 1997–2000 Klimaanlage
Lufthansa 1997–1998 Klimaanlage, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, Antiblockiersystem, Ledersitze (grau mit gelber Naht), Ledertürverkleidungen (grau), Lederlenkrad, Lederschaltknauf, B-Säulen-Dekor, Leichtmetallfelgen
Pro7 1997 Klimaanlage, Zentralverriegelung, elektr. Fensterheber, Antiblockiersystem, Audiosystem 6000, Ledersitze (schwarz), Lederlenkrad, Lederschaltknauf, B-Säulen-Dekor, Fußmatten im ProSieben-Design, Einstiegsleistendekor, Leichtmetallfelgen, Schlüsselanhänger in Sterling-Silber
Royal 2000-2002 lackierte Stoßfänger, lackierte elektrische Außenspiegel, Antiblockiersystem, Ledersitze (beige), Lederlenkrad, Klimaanlage, verchromte Einstiegsleisten, Leichtmetallfelgen, farbige Uhrumrandung, Fußmatten im Ka-Royal-Design, silberne Instrumententafel, Auspuffblende, Chrom-Kühlergrill, Audiosystem 5000, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber, elektrische Heckklappenentriegelung, Kofferraumbeleuchtung
Royal 2002–2008 Drehzahlmesser, lackierte Stoßfänger, lackierte elektr. Außenspiegel, Antiblockiersystem, Ledersitze (beige oder schwarz), Lederlenkrad, Klimaanlage, verchromte Einstiegsleisten, Leichtmetallfelgen, farbige Uhrumrandung, Fußmatten im Ka-Royal-Design, silberne Instrumententafel, verchromte Auspuffblende, Chrom-Kühlergrill, Audiosystem 6000, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber, elektrische Heckklappenentriegelung, Metallic-Lackierung
SportKa 2003–2008 70-kW-Motor, Drehzahlmesser, spezielle Front- und Heckschürze, lackierte Außenspiegel, Klimaanlage, Lederlenkrad, Aluminium-Schaltknauf, Sportsitze, Leichtmetallfelgen mit 195/45R16-Reifen, Dachspoiler, Alarmanlage, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber, elektrische Heckklappenentriegelung, Nebelscheinwerfer, größere Bremsanlage
Viva X 2004–2006 Entweder Faltdach und lackierte Stoßfänger oder Klimaanlage, Drehzahlmesser, verchromte Einstiegsleisten
Weitere Zusatzausstattungen wie beispielsweise das Audiosystem 6000, Zentralverriegelung oder elektrische Fensterheber waren bei diesen Sondermodellen ebenfalls gegen Aufpreis lieferbar.
Im Ausland gab es eine ganze Reihe anderer Sondermodelle. So wurde in den Niederlanden jedes Jahr ein neues Sondermodell des Ka gemeinsam mit Werken eines bekannten Künstlers, unter anderem Karel Appel und Ton Schulten, ausgestellt und unter der Bezeichnung Kunst met een grote Ka in einer Auflage von 500 bis 1000 Stück auf den Markt gebracht.
In Belgien gab es 1997 eine nur 24 Fahrzeuge umfassende Sonderedition namens Zebra, hier wurde ein weißer Ka im Zebra-Look mit schwarzen Streifen lackiert.
Sondermodell-Logos
Ford Ka 1st Edition
Ford Ka D2 CallYa
Ford Ka K2 Snow
Ford Ka Kool
Ford Ka Lufthansa
Ford Ka Sound
Fahrzeugstudien und Prototypen
Neben den eigentlichen Sondermodellen gab es noch Studien und Prototypen auf Basis des Ka.
Step 1: 1997 wurde auf der London Motor Show der Prototyp eines Dreiliterautos auf Basis des Ka vorgestellt, der von einem 1,3-Liter-Dieselmotor mit Direkteinspritzung angetrieben wurde und 3,1 Liter auf 100 Kilometer verbrauchte. Neben einer deutlich verbesserten Aerodynamik wurde dies durch rollwiderstandsarme Reifen und Gewichtsreduktion um 25 Prozent auf nunmehr 610 kg erreicht.[12][13]
Turing Ka: Auf dem Turiner Automobilsalon 1998 zeigte Ghia diese Studie, ein viertüriger Kleinstwagen auf Basis des Ka. In Zink-Gelb und Titan-Grau gehalten, war er mit 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Scheibenbremsen vorne und hinten sowie dem im Ford Puma verbauten 1,7-Liter-Motor mit 92 kW ausgestattet. Besonders edel der Innenraum: In Dunkelblau gehalten, mit braunem Leder und Veloursschalensitzen.
Streetka: 2000 als Studie vorgestellt, wurde dieses Cabrio auf der technischen Basis des Ka von 2003 bis 2005 produziert. Es handelte sich jedoch um ein komplett eigenständiges Modell, die Motorisierung war identisch mit der des Sportka. Siehe Hauptartikel Ford Streetka
e-Ka: Im Jahr 2000 präsentierte Ford diesen 65 kW starken, elektro-betriebenen Prototypen, der gemeinsam mit dem französischen Batterie-Hersteller SAFT entwickelt wurde.
CNG-Ka: Ford stellte Anfang 2001 zunächst ein erdgasbetriebenes Versuchsfahrzeug vor. Ab Juli 2001 wurde beim Kauf eines neuen Kas die Umrüstung auf bivalenten Erdgasbetrieb mit einem 75 Liter fassenden Gas-Tank im Kofferraum für 5.580 Mark (etwa 2853 Euro) angeboten.[15] Mit der Umstellung auf Duratec-Motoren wurde dieses Angebot eingestellt, da diese Motoren zur Umrüstung nicht geeignet waren.
Auszeichnungen
Der Ka erhielt, hauptsächlich durch das auffällige Design, zahlreiche internationale Auszeichnungen.
Die britische Zeitung Sunday Telegraph wählte den Ka zum Favourite car of 1996.
Das britische Automagazin Autocar nominierte den Ka zum Best car of the year 1996.
Die kroatische Automobilgesellschaft verlieh dem Ka 1996 ihre höchste Designauszeichnung.
Das italienische Automagazin Automobilia wählte den Ka 1996 zum Schönsten Auto der Welt.
Die Bild am Sonntag verlieh dem Ka 1996 Das Goldene Lenkrad.
Der Ka erhielt den Designerpreis des Landes Nordrhein-Westfalen 1997 Ehrenpreis für Produktdesign.
1997 erhielt der Ka in den USA einen Designpreis für Das beste Design in der Automobilsparte.
Der Ka erhielt 1997 den Europäischen Preis für Automobildesign.
Das japanische Car Styling Magazine verlieh dem Ka 1997 ihren höchsten Designpreis, den Golden Marker. Die Jury sieht im Ka „Die Verkörperung des Designs der Zukunft“.
Die Auto Zeitung kürte den Ka zum Besten Stadtauto 1997.
Das britische Automagazin What Car? wählte den Ka von 1997 bis 2002 sechsmal in Folge zum Wirtschaftlichsten Fahrzeug in Großbritannien.
Das amerikanische Automagazin Autoweek verlieh dem Ka 1997 den Titel Best car of the year.
Das britische Magazin Autocar wählte den Ka zum Besten Kleinwagen 1999.
Das britische Automagazin What Car? wählte den Ka zum Besten Stadtauto 1999, „Praktisch, einfach, mit Spaß zu fahren und einfallsreichen Stauraumlösungen ausgestattet“.
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Ka (seit 2009)
Zweite Generation (Typ RU8)
Ford Ka (seit 2009)
Produktionszeitraum: seit 08/2008
Motoren: Ottomotoren:
1,2 Liter
(51 kW)
Dieselmotoren:
1,3 Liter
(55 kW)
Länge: 3620 mm
Breite: 1658 mm
Höhe: 1506 mm
Radstand: 2300 mm
Leergewicht: 940–1055 kg
Heckansicht des Ka
Allgemeines [Bearbeiten]
Seit Februar 2009 ist in Deutschland die zweite Modellgeneration des Ford Ka erhältlich, die gemeinsam mit Fiat auf Basis des Panda entwickelt wurde. Bereits seit Oktober 2007 bietet Fiat in Deutschland den aus dieser Kooperation entstandenen Fiat 500 im Retro-Design an. Beide Fahrzeuge, Fiat 500 und Ford Ka, werden im Fiat-Werk in Tychy (Polen) produziert. Jährlich sollen von beiden Modellen jeweils 120.000 Exemplare hergestellt werden, das Werk wurde hierzu eigens ausgebaut.
In Österreich fand die Markteinführung des Ka bereits am 19. Januar 2009 statt.[20]
Fotos von getarnten Erlkönigen wurden bereits Ende 2007 in der Fachpresse veröffentlicht.[5][21] Offiziell vorgestellt wurde die Modellgeneration jedoch erst im Oktober 2008.
Design [Bearbeiten]
Der Ka weist trotz identischer Plattform starke stilistische Unterschiede zum Fiat 500 auf. Das Designer-Team um Martin Smith gestaltete die Außenhaut des Ka im Kinetic-Design mit optischen Anleihen zu den aktuellen Modellen von Mondeo, Focus und Fiesta, ganz im Gegensatz zum Retro-Look des Fiat 500. Auch der Innenraum wurde modern gestaltet.
Technik [Bearbeiten]
Der Ka besitzt eine andere Fahrwerksabstimmung als der Fiat 500, die Torsionssteifigkeit der Stabilisatoren wurde an der Vorderachse um 20 Prozent und an der Hinterachse um 70 Prozent erhöht. Daraus resultierten geringere Wankbewegungen des Fahrzeugs, was eine deutlich komfortablere Stoßdämpfereinstellung ermöglichte. Auch die elektrische Servolenkung (EPAS) wurde deutlich überarbeitet.
Die beim Ka verwendeten Motoren sind identisch mit denen des Fiats – ein Reihenvierzylinder-Benzinmotor mit 1,2 Liter Hubraum (51 kW) sowie ein 1,3-Liter-Dieselmotor mit Rußpartikelfilter (55 kW), der gemeinsam von Fiat und Powertrain entwickelt wurde und bereits den Opel Corsa C antrieb. Beide Motoren erreichen die Abgasnorm EURO 4. Die Ausführung mit Dieselmotor hat mit innenbelüfteten Bremsscheiben ein verbessertes Bremssystem an der Vorderachse. An der Hinterachse sind bei allen Modellen Trommelbremsen.
Motorisierungen [Bearbeiten]
1,2 l
Duratec 1,3 l
Duratorq TDCi
Motor: Vier-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)
Ventile: 8 16
Hubraum: 1242 cm³ 1248 cm³
Bohrung x Hub: 70,8 x 78,9 mm 69,6 x 82,0 mm
Verdichtung 11,1:1 17,6:1
Leistung
bei 1/min: 51 kW (69 PS)
5500 55 kW (75 PS)
4000
Max. Drehmoment
bei 1/min: 102 Nm
3000 145 Nm
1500–3500
Getriebe: Fünf-Gang-Schaltgetriebe
Höchstgeschwindigkeit: 159 km/h 161 km/h
0-100 km/h: 13,1 s 13,1 s
Verbrauch in l/100 km: 5,1 S 4,2 D
CO2-Ausstoß in g/km: 119 112
Ausstattungsvarianten [Bearbeiten]
Erhältlich ist der Ka in Deutschland in zwei verschiedenen Ausstattungsvarianten. In der Basisversion Trend hat das Fahrzeug unter anderem vier Airbags, Antiblockiersystem mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD, Electronic Brakeforce Distribution), elektrische Servolenkung, Bordcomputer, Drehzahlmesser und Reifen der Größe 175/65 R 14. Lenksäule und Fahrersitz sind höhenverstellbar; die Rücksitzlehne ist 50/50 geteilt. Ab dem Modelljahr 2010 enthält das Modell Trend zusätzlich elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel.
In Österreich und der Schweiz heißt das Basismodell Ambiente, das in Österreich serienmäßig keine geteilte Rücksitzlehne und keine Seitenairbags hat.
Die umfangreichere Titanium-Ausstattung bietet neben optischen Aufwertungen unter anderem mit Reifen der Größe 195/50 R 15 eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, Klimaanlage mit Pollen- und Staubfilter, eine Außentemperaturanzeige im Bordcomputer und Nebelscheinwerfer. Auch hier wurde die Serienausstattung zum Modelljahr 2010 erweitert, nun enthält das Modell serienmäßig ein CD-Radio, eine verchromte Auspuffblende, ein Lederlenkrad und Türgriffe im Chrom-Dekor.
Bei beiden Ausstattungen sind beheizte Vordersitze und ein hinteres Park-Pilot-System erhältlich; beim Titanium-Modell eine Teillederpolsterung mit Sitzheizung sowie eine automatische Temperaturregelung der Klimaanlage.
Seit Juli 2009 ist der Ka mit 1,3-Liter-Dieselmotor nur noch in der Ausstattungsvariante Titanium erhältlich.
Sicherheit [Bearbeiten]
Der Ka verfügt in Deutschland und der Schweiz serienmäßig über Airbags für Fahrer und Beifahrer sowie über Seitenairbags für die Frontpassagiere. Kopfschulterairbags für Fahrer und Beifahrer sind gegen Aufpreis verfügbar. Antiblockiersystem mit einer elektronischen Bremskraftverteilung und Notbremslicht sind serienmäßig. Das elektronisches Stabilitätsprogramm mit Berganfahrassistent und einer Antriebsschlupfregelung ist gegen Aufpreis erhältlich.
In Österreich sind beim Basismodell Ambiente lediglich Frontairbags für Fahrer und Beifahrer und Antiblockiersystem mit elektronischer Bremskraftverteilung serienmäßig. Seitenairbags, Kopfschulterairbags und die Kombination elektronisches Stabilitätsprogramm mit Berganfahrassistent und Antriebsschlupfregelung kosten Aufpreis.
Überall serienmäßig sind Isofix-Kindersitz-Halterungen auf den Rücksitzen.
Bei dem vom ADAC im November 2008 durchgeführten Euro-NCAP-Crashtest erreichte der Ka vier von fünf Sternen. Auch hier wurde, wie bereits bei der ersten Modellgeneration im Jahr 2000, eine Europa-Version ohne die in Deutschland serienmäßigen Seitenairbags getestet. Das Erreichen des optimalen Testergebnisses von fünf Sternen, die unter anderem 2007 der technisch identische Fiat 500 bekam, ist ohne diese Seitenairbags nicht möglich.
Individualisierungsmöglichkeiten
Ford Ka Grand Prix
Ford bietet unter dem Namen Ford Individual drei verschiedene Optikpakete als Individualisierungsmöglichkeit für den Wagen an.
Der Ford Ka Grand Prix ist in Sunrise-Rot, Disco-Schwarz, Cloud-Silber, Lago-Grau, Crystal-Weiß und Cashmere-Weiß erhältlich. Kühlergrill, Seitenspiegel und Zierstreifen sind in weiß, bei weißer Außenlackierung in rot gehalten, optional sind beide Seitentüren mit Startnummern beklebt. Dazu sind im Innenraum Sitzbezüge, Türverkleidungen, Lenkrad und Kopfstützen farblich auf die Wagenfarbe abgestimmt, das Armaturenbrett ist mit Aluminium-Applikationen besetzt.
Der Ford Ka Digital ist in Schwarz erhältlich, die bereits beim Grand Prix farblich abgesetzten Teile und das Armaturenbrett sind in der Farbe Jump lackiert.
Der Ford Ka Tattoo besitzt große Tribals auf den vorderen Kotflügeln, dem Dach, den Fußmatten und den Sitzen. Gegen Aufpreis sind Teilledersitze, ebenfalls mit Tribals, erhältlich.
Styling-Pakete für Exterieur und Interieur (nur für die Ausstattungsvariante Titanium) waren ursprünglich in separaten Paketen erhältlich, zu jedem Exterieur-Paket gehörte immer auch eine verchromte Auspuffblende. Seit Dezember 2009 sind diese Pakete nur noch komplett erhältlich. Weitere Optikpakete sind in Planung.[23]
Multimedia [Bearbeiten]
Mehrere Audio-Systeme werden für den Ford Ka angeboten, unter anderem mit USB-Anschluss und AUX-Eingang für MP3-Player, die über die Lenkradfernbedienung bedient werden können. Die CD-Radios sind MP3-fähig. Darüber hinaus ist eine Bluetooth-Schnittstelle mit Sprachsteuerung für ein Mobiltelefon, eine Kommunikationskonsole für mobile Navigationssysteme und ein erweitertes Lautsprechersystem mit Verstärker und einem Subwoofer erhältlich.
Außenlackierungen [Bearbeiten]
Neben dem Unilack Jump gibt es zwei weitere Uni- und neun Metalliclacke, die in Deutschland alle aufpreispflichtig sind. Bei den Farben Cashmere-Weiß und Funky Magenta handelt es sich um aufwändig zu lackierende Vier-Schicht-Lacke.
In Österreich bietet Ford den Wagen in denselben Farben, jedoch teilweise unter anderen Bezeichnungen an: Crystal-Weiß heißt hier beispielsweise Snow. Die Uni-Lacke sind hier ohne Aufpreis erhältlich.
Uni
Crystal-Weiß
Snow Uni
Jump Uni
Sunrise-Rot
Sunrise Metallic
Café
Macchiato Metallic
Cloud-Silber
Stardust Metallic
Disco-Schwarz
Disco Metallic
Dive-Blau
Dive Metallic
Sand Metallic
Scuba-Blau
Scuba Metallic
Lago-Grau
Moon Metallic
Cashmere-Weiß
Aurora Metallic
Funky Magenta
Funky Pink